Theis-Mitarbeiter vom Unternehmen betrogen

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Das überarbeitete Altersteilzeitgesetz von 2004 hat seinen Praxistest nicht bestanden.

Das ist jetzt in beeindruckender Weise bei der Firma Theis zu sehen. Die Geschäftsführerin Dr. Viola Prinzessin von Hohenzollern hat es versäumt oder aus Kostengründen einfach ignoriert eine geeignete Insolvenzsicherung für die Ansprüche der in Altersteilzeit befindlichen Mitarbeiter abzuschließen.

Das Gesetz ist hier wenig hilfreich. Zwar können die betroffenen Arbeitnehmer ihre Chefin über eine Klage zum Abschluss einer Insolvenzversicherung zwingen, doch wird sich kaum ein Betroffener auf dieses Abenteuer einlassen. Wer will schon den Betriebsfrieden stören, schließlich muss man ja noch einige Zeit in diesem Betrieb arbeiten.

Der Betriebsrat kann zwar immer wieder auf den Missstand einer nicht vorhandenen Insolvenzversicherung hinweisen, handlungsfähig im Sinne des Gesetzes bleiben aber nur die Betroffenen.

Hier ist der Gesetzgeber gefordert ein Kontrollsystem zur halb-
jährlichen Überprüfung des Vorhandenseins einer angemessenen Sicherung der arbeitnehmerlichen Ansprüche einzuführen – und das schnellstens, denn die nächsten Insolvenzen sind nicht weit.

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