Busverkehr wird weiter zusammengestrichen

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Die vom Hagener Stadtrat beschlossenen Sparexzesse entfalten ihre Wirkung. Ab 14. Juni wird der Busverkehr der Hagener Straßenbahn AG weiter zusammengestrichen.

Nachdem in Folge eines Grundsatzbeschlusses des Rats vom Dezember 2007 der reguläre Busverkehr an Werktagen bereits um 20:30 Uhr eingestellt wurde und danach nur noch ein spärliches Nachtexpress-Netz angeboten wurde, kommen jetzt weitere scharfe Einschnitte auf die Nutzer des ÖPNV in Hagen zu.

Am härtesten trifft es die Bewohner von Wehringhausen, Haspe und Westerbauer. So wird die Bedienung auf den Buschey-Linien vom 10-Minuten- auf 15-Minuten-Takt ausgedünnt. Die Lange Str. wird statt im 15-Minuten-Takt nur noch alle 30 Minuten bedient.

Die Schnellbus-Linie 72 entfällt komplett und wird durch die langsamere 542 ersetzt. Die 513 entfällt auf dem Abschnitt Hauptbahnhof-Haspe-Westerbauer, auf der 510 verkehrt statt alle 15 nur noch alle 30 Minuten ein Bus. Auch der kurze Weg von Haspe nach Vorhalle gehört der Vergangenheit an. Die Linie 532 endet künftig bereit am Kuhlerkamp.

Eine funktionierende Anbindung der S-Bahn an das Busnetz (und umgekehrt) wird es im Hagener Westen auch weiterhin nicht geben. Die Verantwortlichen der Hagener Straßenbahn AG haben jetzt über 20 Jahre Zeit gehabt und sich als unfähig erwiesen, diese Aufgabe zu lösen. Warum sollten sie auch? Einen Rückhalt der Ratsmehrheit und der Verwaltungsspitze durften sie jedenfalls nicht erwarten. Dort wurde seit eh und je lieber der Kampf für jeden einzelnen Stellplatz ausgefochten.

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